Haarpuder trägst du auf trockenem Haar auf, an den Wurzeln, und du brauchst viel weniger davon, als du denkst. Zwei Stöße aus dem Fläschchen geben schon sichtbares Volumen. Nimmst du mehr, fühlt sich dein Haar körnig an und fällt gerade dann zusammen.
Unten steht genau, wie viel du nimmst, wo du es aufträgst und für welches Haar es funktioniert. Und wann du besser zu etwas anderem greifst.
Was macht Haarpuder mit deinem Haar?
Haarpuder macht dein Haar an der Außenseite dicker und gibt Grip zwischen den Haaren. Das Ergebnis siehst du sofort: Dein Haar steht an der Wurzel auf und wirkt voller. Ohne Glanz, denn Puder nimmt Fett auf, statt es hinzuzufügen.
Die meisten Puder arbeiten mit Silica Silylate oder mit einer Stärke aus Mais oder Reis. Diese Partikel legen sich um jedes Haar und sorgen für Reibung. Dadurch bleiben die Haare aneinander stehen, statt platt auf deinen Kopf zu fallen. Die niederländische Haarstiftung beschreibt denselben Effekt und warnt vor allem vor zu viel Produkt.
Haarpuder, Styling Powder, Texture Powder und Volumenpuder sind alle dasselbe Zeug. Der Name unterscheidet sich je Marke, die Wirkung nicht.
Wie viel Haarpuder nimmst du?
Fang mit zwei Stößen aufs Fläschchen an, verteilt über den ganzen Kopf. Schau, was es macht, und baue erst danach auf. Bei Puder funktioniert Aufbauen, Zurücknehmen nicht.
Zu viel Puder merkst du sofort. Dein Haar fühlt sich körnig an, sieht trocken aus und klebt an den Fingern. Das bekommst du nicht mehr raus, ohne die Haare neu zu waschen.
Das ist auch der große Unterschied zu Wachs oder Clay. Die dosierst du auf der Handfläche und verteilst sie danach. Puder dosierst du über dem Kopf, direkt aufs Haar. Die Marken sind da selbst deutlich. In ihrer Erklärung zu Styling Powder schreibt Uppercut Deluxe, dass eine leichte Schicht über den ganzen Kopf besser funktioniert. Eine ordentliche Dosis auf eine Stelle gibt dagegen Klümpchen.
Wo trägst du Haarpuder auf?
An den Wurzeln, wenn du Volumen willst. In den Längen, wenn du Textur willst. Für die meisten Männer ist das Erste das Ziel.
So machst du es:
- Sorg dafür, dass dein Haar komplett trocken ist. Auf feuchtem Haar klumpt Puder.
- Halt das Fläschchen etwa zehn Zentimeter über den Kopf und tipp zweimal drauf.
- Massier mit den Fingerspitzen an den Wurzeln, nicht mit der flachen Hand.
- Zieh dein Haar mit den Fingern in Form und drück lose Strähnen zusammen für extra Struktur.
Willst du mehr Halt, trag dann erst deinen Clay oder deine Paste auf und arbeite das Puder danach hinein. Mehr zur Dosierung pro Produkttyp liest du in wie viel Haarstyling-Produkt du brauchst.
Wann nimmst du Haarpuder und wann etwas anderes?
Haarpuder ist der kürzeste Weg zu Volumen bei dünnem oder feinem Haar. Aber es ist kein Produkt für jede Frisur.
Funktioniert für: dünnes oder feines Haar, kurz bis mittellang, mattes Finish, Frisuren wie den Textured Crop oder einen Messy Look. Auch gut als Touch-up mitten am Tag, denn du trägst es auf, ohne dein Haar nass zu machen.
Funktioniert weniger für: dickes Haar, das schon genug Volumen hat, langes Haar, glatte Looks wie einen Slick Back, und jeden, der Glanz will.
Suchst du Textur auf mittellangem Haar? Dann funktioniert ein Sea Salt Spray besser. Der Unterschied zwischen den beiden steht in Sea Salt Spray oder Texture Powder. Willst du vor allem mehr Volumen ohne Puder, dann lies mehr Volumen in deinem Haar.
Welches Haarpuder passt zu deinem Haar?
Kurze Antwort: wähle nach Haartyp und danach, wie viel Halt du dazu willst. Alle Puder geben Volumen und ein mattes Finish. Der Unterschied liegt in Gewicht und Grip.
| Produkt | Funktioniert für | Finish |
|---|---|---|
| Uppercut Styling Powder | Dünnes und normales Haar, kurz bis mittellang | Matt, leichter Grip |
| Reuzel Matte Texture Powder | Dünnes und normales Haar, viel Volumen gewünscht | Matt, luftig |
| BROSH Styling Powder | Dünnes Haar, das auch Halt braucht | Matt, mittlerer Halt |
Die ganze Auswahl steht in der Texture-Powder-Kollektion. Alles für feines Haar findest du unter Haartyp dünn.
Geht dein Haar mehr in Richtung mittellang und willst du diese lockere, matte Textur? Dann ist das Shear Revival Amity Texture Spray die bessere Wahl als Puder. Gleiches mattes Finish, kein körniges Gefühl im Haar.
Häufige Fragen
Ist Haarpuder schlecht für dein Haar?
Nein, solange du es auswäschst. Puder bleibt an der Außenseite des Haares sitzen und beschädigt die Haarstruktur nicht. Lässt du es tagelang drin, trocknet deine Kopfhaut allerdings aus.
Wie wäschst du Haarpuder aus?
Mit normalem Shampoo. Nur Wasser reicht nicht, weil das Puder auch Fett aus deinem Haar aufgenommen hat. Einmal waschen genügt.
Kannst du Haarpuder mit Clay oder Wachs kombinieren?
Ja. Trag erst deinen Clay oder dein Wachs für den Halt auf, danach das Puder für Volumen. Umgekehrt funktioniert es nicht, denn dann verschwindet das Puder im Produkt.
Funktioniert Haarpuder auf langem Haar?
Kaum. Ab etwa zehn Zentimetern Haarlänge wiegt dein Haar zu schwer und das Volumen fällt zurück. Ein Salt Spray oder Texture Spray macht dann mehr.
Weißt du noch nicht, welches Produkt zu deinem Haar passt?
Mach den Haarberater und du weißt es in zwei Minuten. Willst du lieber selbst vergleichen, dann stehen alle Puder zusammen in der Texture-Powder-Kollektion. Kommst du nicht weiter, schreib uns einfach. Dann schauen wir zusammen auf deinen Haartyp.
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